Faszination Edelmetalle - Gold und Silber als wertbeständige Geldanlage

Edelmetalle werden seit über 5.000 Jahre gehortet. Die schillernden Edelmetalle faszinieren die Menschen über alle Epochen und Regionen hinweg. Doch was macht die Edelmetalle und insbesondere Gold und Silber so geheimnisvoll, so einmalig und wertvoll? Warum werden Edelmetalle als Kapitalanlage geschätzt und dienen seit Jahrtausenden der Wertaufbewahrung?

Ist Gold und Silber eine wertbeständige und sichere Geldanlage?

Edelmetalle verheißen nicht nur Reichtum und Macht, sondern auch Sicherheit in Krisenzeiten. Gold und Silber wurden bereits in der frühen Menschheitsgeschichte vor allem als Schmuck, Tauschmittel und als Opfer- bzw. Kultgegenstand geschätzt. Bis in die heutige Zeit hat sich daran wenig geändert. Über 80 % der weltweiten Goldproduktion wird in der Schmuckindustrie verwendet. Gold- und Silbermünzen sind in vielen Ländern immer noch offizielles Zahlungsmittel, obwohl das Papiergeld im täglichen Bereich diese Funktion gänzlich übernommen hat. Die moderne Welt des 21. Jahrhunderts hat dazu geführt, dass Gold und Silber sich zu einem wertvollen Industrie-Rohstoff (z.B. Medizintechnik, Kommunikation, Elektronindustrie und Technik) entwickeln konnten. Edelmetalle sind für die Industrie und unsere moderne Technikwelt essentiell. Ohne sie würde unsere Welt, so wie wir sie kennen und schätzen, nicht mehr funktionieren.

Gold und Silber gelten zudem als absolut krisensicher und wertbeständig. So wertbeständig, dass in einigen Ländern Vermögensanlagen überwiegend nicht bei Banken erfolgen, sondern die Gelder in Gold angelegt werden. In Indien wird zum Beispiel die Mitgift nach althergebrachten Traditionen in Form von Goldschmuck angespart. Die Bräute werden mit diesem Schmuck bei der Hochzeit ausstaffiert. Gold ist in diesen Regionen so wertvoll wie bei uns eine Lebensversicherung oder die Rentenvorsorge. Über Jahrtausende haben die Menschen gute Erfahrungen mit Gold gemacht und schätzen deshalb die Wertbeständigkeit der Edelmetalle.

Werden die Preise von Gold und Silber steigen?

Edelmetalle sind Rohstoffe unter vielen. Auch bei Gold und Silber regelt das Angebot und die Nachfrage den Preis. Ein knappes Angebot führt demnach zu steigenden Preisen. Die Ressource Edelmetall ist leider endlich und selten. Zudem müssen Edelmetallvorkommen mit immer höherem Aufwand erschlossen werden. Denn die Gold-Nuggets liegen schon lange nicht mehr nur auf der Erdoberfläche.

Deutlich wird dieses Dilemma am Beispiel der australischen Stadt Kalgoorlie. Die 30.000 Einwohner zählende Goldstadt liegt im Outback, fernab der Zivilisation, an der größten Tagebaumine der Welt. Das Förderloch liegt direkt vor der Stadt und umfasst eine Länge von 3,5 Kilometer und eine Breite von 1,6 Kilometer. Die Fördergrube selbst ist über 400 Meter tief. Die Gegend und die Mine zählen zu den reichsten Goldvorkommen der Welt. Rund um die Uhr befördern Riesenlaster und gigantische Radlager Gesteine aus dem Förderloch an die Oberfläche. In komplexen Produktionsanlagen wird mit großem Aufwand pro Tonne Gestein nur 2,5 Gramm Gold gefördert. Und die Ausbeute des Reingoldes wird von Jahr zu Jahr immer weniger. Es ist abzusehen: Eines Tages wird auch diese Mega-Mine für die Betreiber unrentabel und geschlossen.

Was ist mein Edelmetall wert?

Faktoren die zu steigenden Rohstoffpreisen führen

Das Knappheitsproblem und der aufwendige Abbau von Edelmetallen sind nur einige Gründe, die dafür sorgen könnten, dass ein immer geringeres werdendes Angebot zu nachhaltig steigenden Preisen führen könnte. Es kommt zudem ein Preisdruck von der Nachfrageseite. Denn bei der Nachfrage sollten wir die wachsende Weltbevölkerung im Blick haben. Die Weltbevölkerung wird in den nächsten Jahrzehnten sehr stark ansteigen. Die zukünftigen Generationen benötigen diese wertvollen Rohstoffe und könnten die Nachfrage nach Gold und Silber weiter anheizen.

Kann Gold und Silber vor Krisen schützen?

Edelmetalle sind weltweit eine beliebte Kapitalanlage. Als Anlageklassen zählen Sie zu dem Rohstoff-Bereich. Gold und Silber gilt den Anhängern der glänzenden Edelmetalle als Schutz vor Krisen und Inflation. Denn Edelmetalle lassen sich im Gegensatz zu Papiergeld nicht beliebig vermehren und damit entwerten. Zudem sind Edelmetalle in Krisenzeiten begehrte Tausch- und Zahlungsmittel. Viele Anleger setzen deshalb in der Krise auf Edelmetalle. Deutlich wurde das in der Finanzmarktkrisen 2008 und in der Euro-Krise. Schwierige Zeiten oder Unruhen am Finanz- und Kapitalmarkt schüren die Nachfrage nach Gold.

Nachteile der Anlageform Gold und Silber

Wer Gold oder Silber als Krisenschutz haben will, der lässt sich auch nicht durch die Nachteile beim Edelmetallkauf abschrecken. Edelmetalle bringen weder Zinsen noch Dividendenzahlungen. Der Kauf von Münzen oder Barren kann teuer sein. Gerade bei kleinen Stückelungen fallen hohe Aufschläge und Gebühren an. Um Dieben keine Chance zu geben, ist die Aufbewahrung von physischen Edelmetallanlagen aufwendig und meist auch kostspielig. Edelmetalle werden in US-Dollar gehandelt und unterliegen damit Währungsrisiken. Wie wird sich der US-Dollar und der Euro entwickeln? Eine Währungsverschiebung kann auch eine Chance sein. Denn wird der US-Dollar gegenüber dem Euro aufgewertet, profitieren Sie von der Währungsaufwertung. Edelmetallpreise unterliegen starke Schwankungen. Deshalb sollten Privatanleger auch nur einen kleinen Teil ihres Vermögens in Edelmetalle anlegen.

Fazit:

Gold und Silber faszinieren seit Jahrtausenden die Menschen. Sie waren über alle Epochen und Regionen ein Symbol von Reichtum und Macht. Edelmetalle werden auch heute noch als wertbeständige Geldanlage geschätzt und gerne als Schmuck getragen. Die Nachfrage nach Gold und Silber nimmt gerade in Krisenzeiten zu. Papiergeld kann durch die Inflation oder durch Währungsreformen wertlos werden. Gold und Silber haben noch nie ihren Wert vollständig verloren. Mit Goldmünzen konnte man sich bereits vor tausenden Jahren ein prächtiges Kleid kaufen. Auch heute würden Sie dafür noch einen noblen Designer-Anzug bekommen. In Krisenzeiten sind Gold und Silber begehrte Tauschmittel und ersetzen häufig das Papiergeld als Zahlungsmittel. Der Kauf von Gold und Silber bringt auch Nachteile mit sich. Nur: Wer der Faszination Edelmetalle unterliegt, wird in Gold und Silber gerne anlegen. Privatanleger sollten aber nur einen Teil ihres Vermögens in diese Anlageform stecken und sich vor dem Kauf von einem Experten beraten lassen.



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