Portfoliodiversifikation mit Gold und Silber

Wer sein Vermögen oder Wertpapierdepot breit aufstellen will, soll vor allem an Gold oder Silber zur Beimischung denken. Studien sprechen für die Risikostreuung. Eine Portfoliodiversifikation mit Gold und Silber macht Sinn, besonders in Krisenzeiten.

Kurz erklärt: Was ist eine Portfoliodiversifikation?

Unter einem Portfolio werden im allgemeinen alle Wertgegenstände eines Anlegers bezeichnet. Besitzt ein Anleger nur Aktien, dann besteht sein Portfolio nur aus dieser einen Anlagegruppe. Fallen die Aktienkurse massiv, dann erleidet dieser Anleger entsprechend hohe Verluste. Besteht das Vermögen aus vielen Anlagegruppen wie Immobilien, Rentenpapiere oder auch Edelmetalle, dann spricht man von einer Vermögensstreuung oder Diversifikation.

Warum Portfoliodiversifikation so wichtig ist?

Die Preise und damit die Wertentwicklungen von Vermögenswerten sind immer in Bewegung. Sie orientieren sich an Angebot und Nachfrage und unterliegen laufend Preisveränderungen. Bei Geldanlagen gibt es einfach keine Einbahnstraße – die Preise steigen, bleiben einige Zeit konstant oder fallen. Aus diesem Grund beachten erfahrene Geldanleger eine bewährte Regel: Nicht alle Eier in einen Korb legen. Soll heißen: Das Vermögen soll nicht nur in einer Anlageart stecken, sondern auf mehrere Anlageklassen wie beispielweise in Aktien, Immobilien, Geldanlagen, festverzinsliche Anleihen und Rohstoffe möglichst breit gestreut sein. Mit dieser Strategie lassen sich langfristig dramatische Verluste vermeiden und höhere Renditen erzielen. Denn erleidet ein Vermögenswert starke Kursverluste, können die anderen Werte diese Verluste durch Gewinne kompensieren. Das ist deshalb möglich, da nicht alle Vermögenswerte bei bestimmten Wirtschafts- oder Marktsituationen sich im Preis identisch bewegen. Ein Beispiel: Bei sinkenden Zinsen steigen häufig die Aktienkurse, dagegen fallen in der Regel die Preise von festverzinslichen Anleihen. Denn diese Anlageklassen korrelieren nicht zueinander. Das heißt, sie entwickeln sich nicht in die gleiche Richtung. Sie besitzen sogar eine negative Korrelation zueinander.

Was ist mein Edelmetall wert?

Lohnt sich eine Portfoliodiversifikation?

Eine gute Portfoliodiversifikation lohnt sich immer, denn je weniger die Wertentwicklung bei den Anlagen gleichläuft, desto besser können Verluste durch Gewinne ausgeglichen werden. Untersuchungen haben es gezeigt: Die Mischung machts, denn fast 90 Prozent des Depoterfolgs hängt von der Vermögensaufteilung ab.

Warum Portfoliodiversifikation mit Gold und Silber?

Viele Anleger achten auf eine solide Portfoliodiversifikation, vergessen aber dabei Gold und Silber als Beimischung. Dabei zeigen Untersuchungen eindeutig, dass gerade in Krisenzeiten Anleger mit Edelmetallen im Depot wesentlich geringere Vermögensverluste hinnehmen mussten. Edelmetalle erfüllen bei Börsen- oder Währungsturbulenzen den Zweck als Risikopuffer. In Phasen von fallenden Aktienmärkten und in Währungskrisen, können Anleger mit Gold und Silber Verluste aus den restlichen Anlagearten auffangen und auf gute Gewinne hoffen. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass Gold und Silber als Beimischung zu einer guten Portfoliodiversifikation beitragen. Ein Anteil von 5 bis 10 Prozent am Vermögen scheint deshalb vertretbar.

Fazit:

Gold und Silber werfen keine Zinsen oder Dividenden ab. Das hindert einige Anleger in diese Edelmetalle anzulegen. Doch vielen Anlegern ist wichtiger, dass Gold und Silber in Krisenzeiten zur Stabilität eines Portfolios beitragen können. Durch die negative Korrelation zu verschiedenen Anlagenklassen, können Börsenverluste durch Edelmetallgewinne aufgefangen werden. Gold-/Silberpreise und Aktienkurse laufen sehr unterschiedlich bei der Preiseentwicklung. Da sie sich nicht parallel entwickeln, eignen sich Gold und Silber zur Portfoliodiversifikation und Vermögensbeimischung.



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