Silber als wertbeständige Anlage in Inflationszeiten

Hand aufs Herz - als Geldanleger wünschen Sie sich eine Anlageform, die vor Krisen schützt, die Inflationsraten ausgleicht und die eine gute Rendite abwirft. Sie meinen diese Anlageform gibt es nicht? Nehmen Sie die Edelmetalle und besonders Silber. Silber hat es in der Vergangenheit immer und immer wieder bewiesen: Es ist eine wertbeständige Geldanlage. Eine Geldentwertung durch die Inflation findet nicht statt, in Krisen steigt der Preis und langfristige Anleger werden häufig mit guten Renditen belohnt. Alles Eigenschaften, die sich Geldanleger wünschen.

Was versteht man unter Inflation?

Die Inflation führt dazu, dass die Kaufkraft des Geldes sinkt. Besitzer von Papiergeld (Geldscheine) oder Buchgeld (Guthaben auf Bankkonten, Sparguthaben etc.) können sich mit der gleichen Menge Geld immer weniger Güter oder Dienstleistungen kaufen. Eine allgemeine und anhaltende Preiserhöhung führt bei der Inflation dazu, dass die Kaufkraft und damit der Wert des Geldes gemindert wird.

Wie wird die Inflation ermittelt?

In Deutschland wird die Inflationsrate durch das Statistische Bundesamt gemessen. Dabei werden die Verbraucherpreise von repräsentativen Warenkörbe ermittelt und die Veränderungen der Preise festgehalten. Die Preisunterschiede werden als Inflationsrate des Verbraucherpreisindexes veröffentlich. Damit die Inflationsrate im Zeitablauf aussagekräftig und vergleichbar bleibt, werden Qualitätssteigerungen von Produkten (z. B. mehr Leistungen bei Computer, Handy etc.) und Konsumänderungen der Verbraucher bei der Messung und Zusammensetzung des Warenkorbes berücksichtigt.

Wie wirkt sich die Inflation aus?

Machen wir doch eine Zeitreise. Einer Zeitmaschine befördert uns in das Jahr 1923. Deutschlands Wirtschaft liegt am Boden. Der Staat ist pleite. Hohe Zahlungsverpflichtungen belasten die Staatskasse. Es fehlt viel Geld. Die Politiker werfen die Notenpresse an, um das Haushaltsdefizit mit neu gedruckten Geld auszugleichen. Preise und Einkommen der Bevölkerung explodierten in kürzester Zeit. Denn der immer höheren Geldmenge standen keine materiellen Werte gegenüber. Ein Beispiel: Anfang Juni 1923 kostet ein Liter Milch 1.440 Reichsmark. Sechs Monate später wird der Liter Milch bereits 320 Milliarden Reichsmark kosten.

Auch wenn wir durch die Euro-Krise keine Hyperinflation wie von 1923 befürchten müssen, sagen viele Experten schwere Zeiten voraus. Einige Staaten der Europäischen Union (EU) stehen vor dem Staatsbankrott. Die Notenpresse arbeitet auf Hochtouren, viel Geld wird in den Wirtschaftskreislauf gepumpt und die Niedrigzinsphase ist politisch gewollt. Eine Frage der Zeit, bis steigende Preise und eine höhere Inflationsrate das Ungleichgewicht bereinigen. Clevere Geldanleger sorgen vor. Sie machen ihre Geldanlagen fit für Zeiten mit steigenden Zinsen und Inflationsraten.

Was ist mein Edelmetall wert?

Welche Auswirkung hat die Inflation auf unsere Geldanlagen?

Wenige Anleger achten auf den Realzins oder kennen diese wichtige Kennzahl. Dabei ist es einfach: Wenn Sie Zinsen für eine Geldanlage bekommen, dann spricht man vom Nominalzins. Davon ziehen Sie die Inflationsrate ab und schon haben Sie den Realzins.

Ein Beispiel: Werden 10.000 Euro zu 1,5 Prozent für ein Jahr angelegt, erhalten Sie am Jahresende nominal 150 Euro an Zinsen. Bei einer angenommenen Inflationsrate von 2 Prozent, beträgt nach Adam Riese der Realzins minus 0,5 Prozent. Ein negativer Realzins ist der Schrecken aller Geldanleger. In diesen Fällen wird Geld vernichtet und die Sparer werden über die Inflation enteignet.

Schützt Silber vor Inflation oder Währungsreformen?

Eine Inflationsrate um die 2 Prozent wird von den Zentralbanken als eine normale bzw. übliche Geldentwertung betrachtet. Es gibt aber auch Zeiträume mit wesentlich höheren Inflationsraten. Sie haben bereits erfahren: Die Inflation mindert die Kaufkraft von Geld. Geld wird immer weniger wert.

Führen Sie sich folgenden Sachverhalt immer vor Augen: Über kurz oder lang verliert Papier- und Buchgeld durch die Inflation seinen Wert. In extremen Fällen, denken Sie an die Reichsmark, verschwinden Währungen und Geldsysteme. Dann spricht man von einer Währungsreform bzw. einen Währungsschnitt. Die Reichsmark wurde durch die Hyperinflation vollständig wertlos und durch die Rentenmark ersetzt. Heute haben wir den Euro als Nachfolger der DM. Wiederholt sich die Geschichte? Nicht immer, aber einem Gold- oder Silberstück aus 1923 hätte die Geldentwertung und Inflation nichts anhaben können. Das Edelmetall könnten Sie auch im 20. Jahrhundert noch in die aktuelle Währung eintauschen. Edelmetalle und Silber verlieren nie die Kaufkraft und ihren inneren Wert. Deshalb schätzen viele Anleger sie als wertbeständige und zeitüberdauernde Geldanlage.

Warum ist Silber eine gute Anlage für die Zukunft?

Silber hat ein immenses Potential und gute Aussichten für eine erfolgreiche Zukunft. Diese Zukunftstrends sprechen für Silber als Geldanlage:

  • Weltbevölkerung, Wirtschaftswachstum, mehr Wohlstand und Konsum
    Die Weltbevölkerung wächst jährlich um 80 Millionen Menschen. Einige Schwellenländer entwickeln sich gerade zu Industrienationen. Immer mehr Menschen kommen zu Wohlstand und streben nach mehr Konsum. Silber ist ein wichtiger Industrierohstoff und wird zur Herstellung von vielen Produkten benötigt. Die industrielle Nachfrage nach Silber steigt ständig und wird sich voraussichtlich auch in der Zukunft nicht abschwächen.
  • Erschöpfte Vorkommen und steigende Explorationskosten
    Die leicht zugänglichen Silbervorkommen sind längst abgebaut. Silber ist endlich und die Förderreserven werden auf 29 Jahre geschätzt. Viele Minen und Vorkommen sind bereits erschöpft. Der Silberabbau wird immer aufwendiger und die Explorationskosten steigen. Die anfallenden Mehrkosten legen die Firmen auf den Silbereinstandspreis um. Silber wird dadurch teurer. Anleger mit Silberbeständen werden an Wert gewinnen.
  • Weltweite Krisen, Ängste und Unsicherheit
    Die Krisen häufen sich in unserer globalen Welt: Euro-Krise, Flüchtlingsproblem, Staatsverschuldung und Währungsturbulenzen bestimmen die Nachrichten. Viele Verbraucher haben Angst vor der Zukunft. In Krisenzeiten flüchten viele Anleger in den sicheren Hafen "Silber". Fest steht: Die Nachfrage nach Silber und Edelmetalle steigt in unsicheren Zeiten und damit der Preis für das Krisenmetall.
  • Negativer Realzins und Geldentwertung durch Inflation
    Silber schützt vor Inflation und Geldentwertung. Bei einem negativen Realzins wird Geld vernichtet. Immer mehr Sparer erkennen, dass eine Anlage in Silber eine wertbeständige Geldanlage darstellt, Es kann ihr Vermögen vor Geldentwertung durch Inflation oder Währungsreformen schützen.

Silber ist ideal zur Vermögensbeimischung

Wir haben bereits festgestellt: Viele Sparer haben Angst vor einer Geldentwertung und Währungsreform. Welchen Schutz gibt es gegen diese Risiken? Die Zauberworte lauten Sachwertanlagen und Vermögensstreuung. Zu den Sachwertanlagen zählen zum Beispiel Immobilien oder Kunstgegenstände, aber auch Edelmetalle.

Anleger die einen sinnvollen Teil des Vermögens langfristig in Silber anlegen, können einerseits auf eine gute Rendite hoffen, und anderseits einen Schutz gegen Inflation und Währungskrisen aufbauen. Silber ist auch deshalb ein so guter Schutz, weil eine negative Korrelation zu den gängigen Anlageklassen besteht. Konkret: Wenn durch Krisen Aktienmärkte einbrechen, Immobilienpreise ins bodenlose stürzen oder Währungen massiv an Wert verlieren, dann steigt die Nachfrage nach dem Krisenmetall Silber und damit auch die Silberpreise.

Chancen und Risiken einer Silberanlage

Der Kurs von Silber unterliegt gewissen Schwankungen. Anleger, die nur kurzfristig in Silber anlegen, müssen bei negativen Preisentwicklungen mit hohen Verlusten rechnen. Anleger die jedoch einen Teil des Vermögens langfristig in Silber anlegen, besitzen gute Chancen, eine solide Rendite zu erwirtschaften. Diese Sparer besitzen zudem eine Geldanlage, die vor Geldentwertung durch Inflation schützt und in Krisenzeiten massiv an Wert gewinnen kann. Anleger die sich mit einer Silberanlage auseinandersetzten werden sehr schnell erkennen, dass die Chancen gegenüber den Risiken überwiegen.

Fazit:

Ja, Silber ist eine wertbeständige Anlage in Inflations- und Krisenzeiten. Denn Silber eignet sich hervorragend zur Vermögensstreuung und kann langfristig orientierten Anlegern eine gute Rendite bieten. Obwohl die Zukunft und die langfristige Nachfrage nach Silber nicht exakt vorhersehbar sind, gibt es viele Fakten und Tendenzen, die für eine Anlage in Silber sprechen. Silber schützt zudem vor Geldentwertung durch Inflation und bietet Anlegern eine gute Renditechance.



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