Edelmetall Platin: Eine bessere Geldanlage als Gold und Silber?

Wenn Gold und Silber in der Schmuckindustrie nicht mehr exklusiv genug sind, dann kommt Platin ins Spiel. Platin ist das edelste Material, was die Schmuckindustrie zu bieten hat. Und es zählt zu den wertvollsten Edelmetallen der Welt. Doch ist Platin auch eine gute Geldanlage? Besser als Gold und Silber?

Ist Platin eine bessere Geldanlage als Gold und Silber?

Diese Frage lässt sich nicht korrekt beantworten. Platin ist selten, das Herstellungsverfahren ist aufwendig, es ist schwerer und wesentlich teurer als Gold und Silber. Doch als Wertanlage und Spekulationsobjekt unterliegt Platin ebenso wie Gold und Silber hohen Wertschwankungen. Im August 2001 wurden für eine Feinunze Platin 500 Euro bezahlt, im Frühjahr 2008 mussten Anleger dafür 1.500 Euro ausgeben und 8 Monate später lag der Preis bei etwas über 600 Euro. Der Preis richtet sich nach Angebot und Nachfrage, kann steigen oder konstant bleiben, aber auch massiv fallen, wie die Preisentwicklung im Jahr 2008 zeigt. Eines steht fest: Die Edelmetalle Gold und Silber haben über Jahrtausende die Menschheitsgeschichte und unsere Zivilisation geprägt. Sie sind für viele Anleger der Inbegriff für Sicherheit, Schutz und Reserve für Krisenzeiten. Platin dagegen ist ein "junges", aber ein bereits sehr erfolgreiches Edelmetall. Aber es eignet sich ebenso wie Gold und Silber als Geldanlage und um Risiken zu streuen. Ein Nachteil: Nicht jeder Händler oder Bank bietet Platin zum Kauf an. Das Angebot ist nicht so vielfältig wie bei Gold und Silber.

Für was wird Platin benötigt?

Das geförderte Marktvolumen von Platin geht mit ca. 40 Prozent an die Katalysatorproduzenten. Etwa 35 Prozent wird von der Schmuckindustrie nachgefragt und der restliche Teil wird für verschiedene industrielle Produkte und zur Geldanlage benötigt. Platin befindet sich in vielen Produkten. Die prominentesten Beispiele sind Computerplatinen, EDV-Speicher und Katalysatoren aller Art. Ein bis zwei Gramm Platin sorgen pro Autokatalysator dafür, dass sich gefährliche und schädliche Abgase in schadstoffarme Luft verwandeln.

Was ist mein Edelmetall wert?

Die Gewinnung von Platin ist aufwendig

Die überwiegende Förderung von Platin erfolgt im Untertageabbau in Minen und Stollen. Selbst überdurchschnittlich ertragsreiche Minen, ermöglichen den Explorationsgesellschaften bzw. Minenbetreibern nur einen Abbau von 4 - 6 Gramm Platin pro Tonne Gestein. Bis reines Platin zum Verkauf bereitsteht, muss ein komplizierter und langwieriger Veredelungsprozess durchlaufen werden. Platin ist ein schwierig zu verarbeitendes Metall und der Förder- bzw. Aufbereitungsprozess ist anspruchsvoll und damit teuer.

Platin vs. Gold und Silber in der Schmuckindustrie

Wenn sich die Reichen und Schönen ganz besonders von der Masse abheben wollen, dann beauftragen Sie den Juwelier bei Schmuckherstellung Platin, statt Gold oder Silber, zu verwenden. Platin ist der ultimative Schmuck – edel, teuer und super exklusiv. Platin hat gegenüber Gold- oder Silberschmuck auch praktische Vorteile: Es verändert seine Farbe nicht, gilt als hypoallergen und ähnelt dem Weißgold – falls Gold als Schmuckfarbe nicht zusagt.

Platin vs. Gold und Silber in der Geldanlage

Platin gleicht Silber und Gold in vielerlei Hinsicht: Es ist in physischer Form als Barren in den unterschiedlichsten Stückelungen und Ausführung erhältlich. Das Angebot an Münzen ist dagegen überschaubar. Zudem gibt es direkte oder indirekte Anlageformen. Der Handel erfolgt meist in US-Dollars und die Preise unterliegen starken Marktschwankungen. Ein wesentlicher Vorteil gegenüber Gold oder Silber: Aufgrund seines hohen Preises ist bei Platin bereits mit einer kleinen Menge eine hohe Risikovorsorge für Not- und Krisenzeiten möglich.

Was ist mein Edelmetall wert?
Fazit:

Platin zählt neben Gold und Silber zu den beliebtesten Edelmetallen. Die wesentlichen Abnehmer sind die allgemeine Industrie, die Schmuckhersteller und die Finanzanleger. Platin ist selten, edel und teuer. Und damit ein begehrtes Anlage- und Spekulationsobjekt. Nachfrage und Angebot regeln den Preis. Die Kursschwankungen sind teilweise heftig und ausgeprägt. Platin ist keine bessere Geldanlage wie Gold oder Silber. Wer auf Edelmetalle setzt, kann auch Platin zur Beimischung und Risikostreuung kaufen.



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